Grossartige Handwerkskunst-oder die Abwesenheit selbiger

Darf man von Reisen auch kritische Worte äussern oder steht es einem als Gast nicht an das jeweilige Land in irgendeiner Form zu kritisieren? Diese Frage haben wir uns oft gestellt und nach reiflicher Überlegung tun wir es…

Darf man von Reisen auch kritische Worte äussern oder steht es einem als Gast nicht an das jeweilige Land in irgendeiner Form zu kritisieren? Diese Frage haben wir uns oft gestellt und nach reiflicher Überlegung tun wir es…
„Grossartige Handwerkskunst-oder die Abwesenheit selbiger“ weiterlesen

Flops

Der für uns mit Abstand grösste Flop ist der Verkehr. In seiner wildesten Form in Indien aber auch Nepal und Pakistan hat viele Verrückte auf den Strassen, aber diese Länder sind nicht so dicht bevölkert wie Indien, deshalb ist es ein wenig erträglicher dort zu fahren.

  • Religiöser Lärm. Was in den muslimischen Ländern begann, findet so auch bei den Hindus und zum Teil auch bei den Buddhisten statt. Offensichtlich ist man hier der Meinung, dass es nötig wäre die Gläubigen mit unglaublich lauten Lautsprecheranlagen zu beschallen. Das ist teilweise so unglaublich laut, dass man sich die Ohren zuhalten muss. Was dies mit Religion zu tun haben soll erschliesst sich uns leider nicht.
  • Machos auf den Strassen, die gibt es überall. Diese Spezies ist mit einem übergrosssen Ego ausgestattet und immer der Meinung zu den besten Fahrern des Universums zu gehören. Die türkische Version hat ein Problem damit überholt zu werden, die indische Version fährt mit völlig überöhter Geschwindigkeit und ist dabei völlig ausser Kontrolle. Allen gemeinsam ist jedoch die Tatsache, dass ihr rücksichtsloses Verhalten für sie völlig in Ordnung ist.
  • Fahren ohne Licht…Obwohl wir es vermeiden wollten mussten wir schon mehrfach im Dunkeln fahren. Immerwieder kommen uns Autos ohne Licht usw. entgegen. Das ist nicht nur stressig sondern auch ziemlich gefährlich
  • Immer das Gleiche Essen. In den entlegenen Gegenden im Himalaya wird fast immer Talli (Indien und Pakistan) oder Dalbat (Nepal) gegessen. Das ist Reis mit Gemüse und Linsen. Die Einheimischen essen das zwei Mal am Tag und zwar für ihr ganzes Leben. Dem Reisenden hängt es irgendwann zum Hals heraus und es ist oft wirklich schwer etwas anderes zum Essen zu finden.
  • Starrer: Die Starrer gibt es vor allem in Indien aber auch in Nepal gibt es sie. Das sind Leute die viel Zeit haben und stundenlang vor dem Auto sitzen können und uns einfach anstarren. Meist treten sie in Horden auf, aber auch durchaus alleine. Privatspähre existiert für diese Menschen nicht.
  • Frager: Der Verbreitungsraum der Frager ist ein ähnlicher wie der der Starrer. Diese Leute können genau drei Fragen stellen in englischer Sprache. Wir haben nicht das Gefühl, dass sie unsere Antworten wirklich interessieren. Die Drei Fragen sind: „Where are you from?“, „what’s your name?“ und „where are you going?“ Wenn man an einem Tag 20 Mal diese drei Fragen gestellt bekommt, wird es lästig.
  • Clear cut: In Neuseeland werden die Wälder oft komplett gerodet, das heisst dort „Clear Cut“. Das ist die einfachste und günstigeste Form der Forstwirtschaft aber auch die brutalste für die Umwelt. Die nackten Hänge sind der Erosion schutzlos ausgeliefert und auch wenn wieder aufgeforstet wird, dauert es erst einmal ein paar Jahre bis alles bewaldet ist. Nach 30 Jahren wird dann wieder „geerntet“ und das Spiel geht von neuem los.
  • Überhöhte Preise: In Australien treffen wir leider immer wieder auf Campingplatzbesitzer, die jeglichen Sinn für normale Preise verloren haben. Leider kommen sie durch damit, denn es hat viele Touristen und wer ein Monopol hat braucht sich um Konkurrenz nicht zu kümmern.

Tops

Es wird Zeit etwas in die Top-Liste zu schreiben.

Als allererstes möchten wir hier Gastfreundschaft auflisten. Denn wir haben bisher schon so viele nette und gastfreundliche Leute getroffen. Wir wurden zum Essen eingeladen, konnten übernachten, einfach unser Auto abstellen den halben Tag durch eine Stadt geführt. Lola bekommt immer wieder aus heiterem Himmel etwas geschenkt.

Der schönsten Campingplatz

  1. Orient Camping in Konacik/Türkei. Der Platz ist rund 15’000m ² gross und mit allen möglichen Pflanzen bewachsen
  2. Sakkilent Gorge Camp (Türkei), direkt am Ausgang der gleichnamigen Schlucht gelegen. Es gibt dort kleine Baumhäuser in denen man übernachten kann, bzw. könnte, denn wir haben ja unseren Nanuk zum schlafen. Dazu ein schöner Fluss und Palmen, wirklich sehr schön.
  3. Kas Camping auch in der Türkei. Ein Platz direkt am Meer, wunderschön.
  4. In Neuseeland haben wir oft superschöne Campingplätze gehabt und es fällt schwer einen besonders herauszuheben.
  5. Gleiches gilt für Australien, wir haben oft draussen in der Natur übernachtet und oft tolle Tiere in freier Wildbahn gesehen. Dazu kamen natürlich unglaubliche Sonnenuntergänge und tolle Sternenhimmel.

Der schönste Wildcampingplatz

  1. In Griechenland auf der Chalkidikki Halbinsel. Wir hatten einen kleine Bucht mit Sandstrand direkt für uns alleine.
  2. Tso Kar Lake, Ladakh (Indien). Ein toller See auf 4450 Metern gelegen, weit und breit keine Menschenseele, tolle Sternenhimmel und klare Luft.
  3. Ayas (Türkei). Direkt vor dem Haus von Charly. OK das kann man fast nicht mehr wildcamping nennen, aber wir hatten trotzdem eine tolle Zeit in Ayas.
  4. Phewa See, Pokhara (Nepal). Ein Platz mit Seeblick, ruhige Nächte.
  5. In Neuseeland hatten wir gleich reihenweise tolle Wildcampingplätze, aber der Gillespies Beach war definitv einer der uns immer in Erinnerung bleiben wird.
  6. Das Gleiche gilt für Australien. Wir hatten tolle Plätze mit super Sonnenuntergängen und spektakulären Nachthimmeln. Dazu viele Tiere, die wir in freier Natur bewundern konnten.

Schöne Orte

  1. Karimabad in Pakistan. Tolle Lage im Himalaya mit imposanten Bergen rundherum. Viel grün und ein gepflegtes Dorf.
  2. Erzurum Türkei. Die Überraschung für uns im Norden der Türkei. Eine weltoffene Stadt mit vielen historischen Gebäuden und tollen Bergen.
  3. Kas Türkei. Kas ist zwar nicht mehr das kleine Fischerdorf von einst, dennoch ist der alte Teil am Hafen immer noch sehr sehenswert.
  4. Chitkul im Sanglatal (Indien). Ein kleines Dorf mit tollen alten Häusern im tibetanischen Stil.
  5. Gillespies Beach (Neuseeland). Dieser Strand an der Westküste der Südinsel kombiniert Meerblick mit schneebedeckten Gipfeln. Eine Kombination die so recht selten ist.
  6. Fraser Island (Australien). Obwohl dies eine der Hauptattraktionen an der Ostküste ist, hat es uns dort super gefallen.

Antike Stätten

  1. Termessos in der Türkei. Nördlich von Antalya gelgen in den Bergen.
  2. Pamukkale auch in der Türkei. Es hat zwar sehr viele Touristen. Aber die wissen auch alle wo es schön ist. Die weissen Sinterterassen sind wirklich sehenswert.
  3. Assos Türkei. Die Ruinen liegen an einem Hügel direkt am Meer. Nicht sehr gross aber toll gelegen.
  4. Ephesus Türkei. Der Touristenmagnet schlechthin. Man kann hier sehen wie eine römische Stadt ausgesehen hat, weil viel restauriert und wieder aufgebaut wurde.