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O wie Offroad

Offroad fahren oder auch „Gelände fahren“, wie es auf deutsch heisst, hat in unserem Sprachraum mittlerweile einen negativen Beigeschmack. Das liegt zum Einen daran, dass bei uns fast 100 Prozent der Strassen asphaltiert sind und die nicht-asphaltierten Strassen für den normalen Strassenverkehr gesperrt sind. Fahren im Gelände ist praktisch immer gleichbedeutend mit illegalem Fahren. Ausser man arbeitet im Forstbetrieb oder in der Landwirtschaft, denn unter diesen Bedingungen dürfen solche Wege befahren werden.

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N wie Neuigkeiten

Wer am Reisen ist, erlebt viel Neues und kann somit die Daheimgebliebenen mit vielen Neuigkeiten versorgen. Das interessante ist aber, dass der umgekehrte Weg oft nicht stattfindet. Denn die Daheimgebliebenen sind meist der Meinung, dass in ihrem Leben aktuell nichts Neues passiert.

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O wie Overlander

Wer oder was ist ein Overlander? Im Duden findet man dazu keinen Eintrag, denn es ist ein englischer Begriff der noch nicht im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch angekommen ist. Im Englischen findet man folgende Definition:

O´ver`land`er
One who travels over lands or countries; one who travels overland.
Webster’s Revised Unabridged Dictionary, published 1913 by C. & G. Merriam Co.

Also ganz einfach ein Overlander ist jemand der durch Landschaften oder Länder fährt. Also im weitesten Sinn ein Reisender der mit einem Fahrzeug durch die Weltgeschichte fährt.

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A bis Z

S wie schwimmen

Zwei Jahre waren wir auf der Reise und die meiste Zeit haben wir draussen verbracht. Wir sind an zahllosen Seen, Flüssen und auch einigen Meeren vorbeigekommen, aber schwimmen waren wir eigentlich sehr selten. Dabei war es nicht einmal so, dass wir nicht gewollt hätten. Aber manchmal war es einfach nicht möglich. Warum das so war werd ich euch nun erklären und es gibt ein happy end.

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N wie Neugier

Neugier kann positiv oder negativ belegt sein je nachdem in welchem Kontext man sich das anschaut. Für ein Weltreise ist eine gesunde Portion Neugier sicherlich von Vorteil. Diese Neugier treibt einen an und man möchte herausfinden was in anderen Ländern und Kulturen passiert. Wenn man zu Hause ist, stellt man sich die Frage gar nicht so oft, wie es wohl anderswo wäre.

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T wie Tee

Vor der Reise war ich eigentlich kein grosser Teetrinker, Liliane schon eher. Auf der Reise wurde Tee allerdings zu einem häufigen Getränk für uns.

Das hat kulturelle und praktische Gründe, fangen wir mit den kulurellen an.

Kaum waren wir in der Türkei angekommen wurde bei jeder Einladung Tee ausgeschenkt, das ist ein Zeichen von Gastfreundschaft und irgendwann gewöhnt man sich so daran, dass man sich gar keine Gedanken mehr darüber macht. In der Türkei gab es oft den leckeren Pfefferminztee mit viel Zucker. Das schmeckte mir besser als Liliane, die normalerweise keinen Zucker in den Tee nimmt. Das mache ich daheim zwar auch nicht, aber ich habe einen süssen Zahn und konnte mich damit sehr gut anfreunden.

Als wir dann in Paksistan waren gabe es wirklich bei jeder Gelgenheit Tee. Das war dann meist Schwarztee, der auch super geschmeckt hat. Bei jedem Polizeiposten an denen wir anhalten mussten, wurde uns Tee angeboten. Das kostet zwar Zeit und man kommt nur langsam voran. Aber dafür kann man jedes Mal mit den Menschen reden und erfährt immer wieder Neues. Auch wenn es oft Sprachbarrieren gab. Wir hatten uns oft gewünscht usnere Fragen, die sich angesammelt hatten endlich jemanden stellen zu können. Aber es ist immer wieder erstaunlich wie gut man auch so kommunizieren kann.

Auch in Neuseeland wird die alte englische Teetradition hochgehalten und so tranken wir auch dort viel Tee.

Wie oben erwähnt gab es aber auch einen simplen Grund warum wir auch für uns oft Tee gemacht haben. Tee braucht kaum Platz lässt sich prima lagern und hält ewig. Das Einzige was man noch dafür braucht ist kochendes Wasser und das hatten wir. Auch war somit gleich sichergestellt, dass unser Wasser abgekocht war und somit keine Sorgen im Magen-Darmtrakt verursachen konnte. Und Tee ist günstig – vor allem in Asien.

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N wie Nacht

Normalerweise macht man sich im täglichen Leben über das Thema Nacht nicht sehr viele Gedanken. Es wird Abends dunkel und morgen wieder hell. Im Winter dauert sie länger und im Sommer ist sie kürzer. So einfach ist das aber auf einer Weltreise nicht.

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S wie Sinn

Ich erinnere mich daran, dass wir einmal gefragt wurden ob so eine Reise „Sinn“ macht. Eine berechtigte Frage… irgendwie – aber wir hatten uns das nicht wirklich gefagt. Es gibt durchaus Menschen die eine lange Reise machen um den Sinn des Lebens oder ähnliches zu ergründen. Das war bei uns definitv nicht der Beweggrund für die Reise, bei uns war es eine Mischung aus Neugier und Abenteuerlust

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M wie Meer

Wir waren auf unserer Reise an einigen Meeren. Zuerst am Mittelmeer, dann am indischen Ozean, später dem Pazifik. Aber schwimmen waren wir in der Anfangszeit leider sehr selten. Meist war kaltes Wetter der Grund. In Australien waren es die Haie und später die Krokodile. Als wir in Sydney ankamen konnten wir immerhin mal unsere Füsse ins Meer strecken. Aber dann war monatelang Flaute, wegen oben erwähnter Haie und Krokodile. Heiss genung wäre es in der Zwischenzeit gewesen aber als Fisch oder Reptilienfutter wollten wir dann doch nicht enden.

Erst als wir die Westküste Australiens erreicht hatten, konnten wir das Leben am Meer so richtig geniessen. Lola hat die Zeit an den Stränden sehr genossen, für sie war das ein grosser Sandkasten. Dort konnte sie nach Herzenslust rummatschen, Muscheln und Strandgut suchen und untersuchen oder einfach Löcher buddeln. Wir mussten nur noch dafür sorgen, dass sie sich nicht verbrannte. In Australien ein nichtzuunterschätzender Punkt. Aber nach der langen Zeit draussen in der Natur waren wir das irgendwann auch gewöhnt und unsere Haut hatte sich angepasst.

An das Leben am Meer hätten wir uns gewöhnen können. Oft hatten wir tolle Schlafplätze an denen wir das Meer rauschen hören konnten. Ein sehr beruhigendens Geräusch, dass uns oft in den Schlad wiegte. Nur manchmal, wenn der Wind sehr stark war, wurde das Leben am Meer zum Problem. Immer dann wenn man fast sandgestrahlt wurde vom peitschenden Wind. Oder wenn es uns fast das Sonnensegel wegriss und wir es abbauen mussten. Dann hatten wir keinen Schatten mehr und die Sonne brannte erbarmungslos auf unsere Köpfe.

Im Südwesten Australiens hat dann alles zusammengepasst. Es gab Bäume und somit Schutz vor der sengenden Sonne. Sylvester 2012 verbrachten wir an einem unglaublich tollen Ort. Unser Auto war unter einem krummen alten Baum geparkt und wir konnten direkt über die Düne an den Strand gehen. Daran denken wir sehr oft und wir vermissen die vielen „Privatstrände“ welche wir oft menschenleer für uns hatten.

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K wie Kriminalität

Das Thema Kriminalität war auf unserer Reise zum Glück keines. Logischerweise hatten wir uns vor der Abfahrt auch über dieses Thema Gedanken gemacht, denn wer in unbekannte Gefilde aufbricht weiss nicht wie die Lage dort ist. Logischerweise könnte man gegen die Thematik des zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort zu sein wenig machen. Aber das kann einem natürlich auch daheim passieren.

Eine spannende Erkenntnis für uns war die Tatsache wie die Menschen, welche wir unterwegs trafen die jeweilige Situation einschätzten. Zu Hause bekamen wir natürlich oft Ratschläge zu Pakistan und der Tatsache, dass dort praktisch alles Terroristen wären. So wird das natürlich auch bei uns in den Medien verkauft. Allerdings mussten wir mehrfach sagen, dass dies dann die allerfreundlichsten Terroristen sein müssten die man treffen kann. Wir haben in Pakistan gar keine schlechten Erfahrungen gemacht.

In der Westtürkei wurden wir vom Osten der Türkei gewarnt. Dort würden nur kurdische Terroristen wohnen. Als wir bei den türkischen Kurden waren, waren es die Iraner – alle gefährlich! Dann natürlich die Pakistaner – ein Land komplett voller Terroristen. Die Inder konnten es kaum glauben, dass wir mit einem kleinen Kind in dieser Terrornation unterwegs gewesen waren. Aber der Erzfeind der Inder kommt natürlich in den indischen Medien extrem schlecht weg und die wenigsten Inder können die Lage neutral einschätzen.

Rückwirkend können wir sagen, dass die Chance ein leergeräumtes Auto vorzufinden in Ländern, wie dem Iran, Pakistan oder Nepal vermutlich am kleinsten war. In Australien, zumindest in den grossen Städten haben wir uns mehr Sorgen gemacht um einen Einbruch ins Auto.

Man kann aber auch Vorsichtsmassnahmen treffen um das Riskio zu minimieren. Wenn wir in Städten waren haben wir immer dafür gesorgt, dass wir unser Auto über Nacht sicher abstellen konnten. Auch waren wir nach Einbruch der Dunkelheit im Normalfall nicht mehr unterwegs.

Wir versuchten uns nicht zu auffällig zu verhalten, was in Asien natürlich schwieriger war als in Australien. Rein optisch passten wir da natürlich besser rein als zum Beispiel in Nepal.

Vermutlich hatten wir durch Lola zumindest in Asien auch hier einen Bonus. Eine Familie gilt dort sicher als schützenswerter, als zum Beispiel ein alleinreisender Mann.

Man sollte sich über Kriminalität schon seine Gedanken machen vor der Abreise, aber gleichzeitig sollte man sich auch nicht ins Boxhorn jagen lassen, sonst lässt man diese Art des Reisens besser sein. Wir haben so viele falsche Einschätzungen gehört und es waren immer die Anderen die gefährlich waren. Man sollte wachsam sein und versuchen vor Ort die Lage einzuschätzen. Auch hier hilft der gesunde Menschenverstand meist weiter. Und es hilft immer mit den Menschen zu reden – so lernt man meist viel schneller was in einer Gegend los ist. Wenn uns ein Einheimischer über irgendwelche Gefahren gewarnt hätte, wäre das ein Ratschlag gewesen, den wir sicherlich dankbar angenommen hätten.