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Türkei

Dogubayazit

Nach einer weitaus weniger nassen Nacht am Vansee fuhren wir auf direktem Weg nach Dogubayazit, das rund 30 Kilometer von der iranischen Grenze entfernt liegt.

Auf dem Weg dorthin konnten wir viel türkisches Militär sehen und es gab einen Kontrollposten den wir passieren mussten. Kein Wunder, die Strasse nähert sich bis auf 3
Kilometer an den Iran und da wird streng kontrolliert. Man sah überall kleine Bunker und Panzer. Ein komisches Gefühl.
In Dogubayazit sind wir noch den Ishak Pasa Palast anschauen gegangen, der oberhalb der Stadt liegt. Der Herrscher hatte sich wirklich eine tolle Lage für seinen Palast ausgesucht. Nach unserer
Besichtigungstour fuhren wir auf den Salazar Campingplatz, wobei das ein wenig hochgegriffen ist für einen Kiesparkplatz mit Dusche und WC. Immerhin waren ausser uns noch drei andere Autos da. Auch Miro und
Romy waren da, die beiden Schweizer die wir unterwegs getroffen hatten.
Da bei Nanuk ein Ölwechsel nötig war fragte ich den Besitzer ob es eine Werkstatt gäbe. Kein Problem meinte dieser, die kommen auch vorbei. Nach etwas über einer Stunde kamen zwei Junge Mechaniker um zu schauen was es zu tun gäbe. Ich zeigte ihnen auch den tropfenden Dieselschlauch, der ja immer noch den Schaden von
unserem Kratertrip hatte. Also fuhren sie wieder von dannen und kamen wenig später wieder mit dem passenden Ölfilter und Motoröl. Der Ölwechsel war schnell gemacht aber wohin mit dem vielen Diesel? denn der würde ja auslaufen. Also zogen sie wieder von dannen und kamen mit einer grossen Wanne und einigen 20 liter Kanistern
wieder. Der Diesel wurde abgelassen und in die bereitstehenden Kanister abgepumpt. Wie gesagt, geschah das alles auf dem Kiesparkplatz und es störte niemanden, dass da auch mal etwas daneben ging. Der Schlauch wurde entfernt und man sah dass der Stutzen am Haupttank eine ziemliche Delle hatte. Die wurde mit
einem Brecheisen wieder ausgebeult und der Schlauch wieder montiert. Insgesamt waren die Beiden 3 h beschäftig, das allerdings mit verschiedentlichem hin- und herfahren. Normalerweise kann das ein
Automechaniker locker alleine machen in einer Stunde.

Ich wäre ja gerne in eine Werstatt gefahren. Naja das Ende vom Lied war eine fette Rechnung von rund 100 Euro – eine Preis den ich so auch in einer deutschen Werkstatt bezahlt hätte. Für türkische Verhältnisse jedenfalls recht teuer. Für das nächste Mal gilt-vorher
fragen.
Am nächsten Tag wollten wir zur iranischen Grenze und kaum waren wir vom Platz gefahren fing die Öllampe an zu brennen. Jans Herz blieb fast stehen, denn das sollte eigentlich nicht brennen nach einem Ölwechsel. Wir fuhren ein paar Meter es ging kurz aus und gleich
wieder an. Also sind wir rechts rangefahren und haben den Ölstand kontrolliert-hatten die am Ende zu viel Öl reingeschüttet? Konnte fast nicht sein, denn sie hatten Jan gezeigt wie der Ölstand war. Also sind wir wieder ein Stück gefahren aber keine Änderung. Am Ortsausgang
wieder gehalten und dann konnten wir endlich den Grund sehen, die Jungs hatten das Geberkabel abgerissen als sie den Ölfilter abgemacht hatten. Das war schnell repariert und nun war auch das Licht aus. Aber wir hatten einen gehörigen Schrecken am frühen Morgen.

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