N wie Neuigkeiten

Wer am Reisen ist, erlebt viel Neues und kann somit die Daheimgebliebenen mit vielen Neuigkeiten versorgen. Das interessante ist aber, dass der umgekehrte Weg oft nicht stattfindet. Denn die Daheimgebliebenen sind meist der Meinung, dass in ihrem Leben aktuell nichts Neues passiert.

Oder aber sie sind der Meinung, dass die Sachen, welche passieren nicht erwähnenswert wären. So werden also viele Informationen gefiltert und nicht mehr weitergegeben. Dabei ist es gerade für Langzeitreisende auch spannend zu erfahren was daheim passiert.

Vieles was zu Hause vielleicht als banale Information (und somit als nicht erwähnenswert) angesehen wird, ist für die Reisenden eine Neuigkeit und hilft weiterhin mitzubekommen was alles läuft.

Denn egal wie spannend das eigene Reiseleben auch ist, was zu Hause passiert ist eben auch wichtig und bekommt plötzlich einen gewissen Wert.

Wir haben unsere Erlebnisse immer in diesem Blog dokumentiert und waren hinterher erstaunt, wer alles unserer Reise gefolgt war. Umgekehrt schreibt natürlich niemand einen Blog und wir waren darauf angewiesen, was wir per Email an Informationen geschickt bekamen. Diese kamen zu Beginn der Reise noch regelmässig, die Frequenz liess aber nach einigen Monaten stark nach.

Mit der Familie und den besten Freunden kann man natürlich auch hin- und wieder skypen und kann auch entsprechend nachfragen. Aber oft hatten wir wochenlang Sendepause, weil wir kein Internet und somit auch keine Verbindung zur Heimat hatten. Da das Leben auch in der Heimat weitergeht wurden so Informationen gar nicht mehr weitergegeben, weil diese dort schon ein alter Hut waren und das „Jeder“ schon wusste – nur wir eben nicht.

So richtig wurde uns das Ausmass der nicht geflossenen Informationen erst klar, als wir wieder zurück waren. Ganz oft passierte es in Gesprächen, dass Freunde und Bekannte erstaunt waren, wenn wir mal wieder etwas nicht wussten. Personen die in der Zwischenzeit verstorben waren, Beziehungen die in die Brüche gingen und vieles mehr. Wir hatten es schlichtweg nicht mitbekommen, weil dies als unwichtig für uns gefiltert worden war. Oder es wurde schlichtweg vergessen zu erwähnen.

Deshalb möchte ich an dieser Stelle dazu aufrufen, dass wer immer Freunde in der Fremde hat, die Kommunikation nicht einschlafen zu lassen und auch den Klatsch und Tratsch nicht auszuklammern. Es lohnt sich – und die Freunde in der Fremde werden sich ganz bestimmt freuen.

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