Nanuk ist verkauft

Wir haben unser Auto verkauft! So einfach lässt sich das also in einem ganz einfachen Satz sagen. Die Tragweite dieses Satzes erschliesst sich dem Aussenstehenden allerdings nicht sofort. Denn wir haben nicht irgendein Auto verkauft, sondern Nanuk unseren treuen Landrover. Das Auto mit dem wir um die ganze Welt gefahren sind. Er war unser Haus für zwei Jahre – ein Transportmittel der ganz eigenen Art. Und irgendwie ein Familienmitglied, welches uns sehr ans Herz gewachsen war.

Nüchtern betrachtet ist Nanuk eine Ansammlung von Metall, ein Motor, Räder, Aluminiumbleche und so weiter. Also eine Kombination lebloser Materialien. Und dennoch hatten wir zu diesem „Blechhaufen“ eine fast schon innige Beziehung aufgebaut. Das ging natürlich schon damit los, dass dieses Auto einen eigenen Namen bekommen hatte. Etwas das ermit vielen Weltreisemobilen gemeinsam hat. Somit fühlt sich der Verkauf von Nanuk eher so an als ob man ein Familienmitglied verscherbelt hätte. Der Marktwert von Nanuk und der persönliche Wert den er für uns hatte, liegen sehr weit auseinander und so blicken wir mit einem weinenden und lachenden Auge zurück.

Das letzte gemeinsame Foto
Das letzte gemeinsame Foto
Wir werden auf alle Fälle die vielen tollen Momente in Erinnerung behalten welche wir zusammen erleben durften. Auch wenn Nanuk manchmal gebockt hat und ich immer wieder fluchend unter dem Auto lag, so ist er mir sehr ans Herz gewachsen. Von Lola ganz zu schweigen, für Lola war Nanuk etwas das man sehr schwer beschreiben kann. Sie erkennt einen Landrover Defender absolut zielsicher und jedes Mal wenn wir auf der Strasse einen sehen sagt sie „Da ist ein Nanuk“. Einen Defender erkennt sie zielsicher seit sie knapp zwei Jahre alt ist.

Wir hatten nun zwei Jahre Zeit uns an den Abschied zu gewöhnen, denn Nanuk stand nach unserer Rückkehr bei einem Freund und wir konnten ihn nicht mehr jeden Tag sehen. Somit hatten wir Zeit und es fiel es uns zuletzt nicht mehr so schwer „good-bye“ zu sagen zu unserem Engländer.

Damit ist das Kapitel Weltreise nun definitiv abgeschlossen und der Kreis schliesst sich. Das ist auch ein schöner Moment, denn ein solches Projekt erfolgreich abzuschliessen ist auch ein sehr schönes Gefühl.

Nun schauen wir nach vorne und können die nächsten Reisepläne schmieden. Diese werden erst einmal kleiner ausfallen, was aber vollkommen in Ordnung ist.

Wir haben für Nanuk zwei nette Nachbesitzer gefunden und sagen ganz offiziell – Good bye Nanuk.

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